Dampfgarer, Dampfbackofen oder Dampfschublade? Viele Küchenkäufer stellen sich diese Frage erst, wenn die Geräteliste zusammengestellt wird. Die Technik dahinter ist bei allen drei dieselbe, nämlich heißer Wasserdampf. Die Unterschiede zeigen sich bei Größe, Einbaumaß und Funktionsumfang. Wir bei proplan KÜCHEN- UND RAUMDESIGN sortieren das für Sie und zeigen, welches Elektrogerät zu Ihrem Grundriss und Ihrem Kochverhalten passt.
Dampfgarer: schonend garen ohne Bräunung
Ein reiner Dampfgarer kennt nur eine Betriebsart. Wasserdampf zwischen 30 und 100 Grad umströmt das Gargut, deshalb bleiben Farbe, Biss und Nährstoffe erhalten. Fisch fällt nicht auseinander, Reis gart gleichmäßig, aufgewärmte Portionen bleiben saftig. Das Gerät erzeugt jedoch nie eine Kruste, denn Ober- und Unterhitze fehlen ihm. Braten und Plätzchen bleiben damit Aufgabe des Backofens, der Dampfgarer arbeitet ihm zu. Die Bauhöhe von 45 Zentimetern hat sich durchgesetzt, der Garraum startet bei ungefähr 38 Litern. Miele, Siemens und NEFF halten solche Geräte in mehreren Serien bereit, präzise Niedrigtemperaturen machen zusätzlich das Garen im Vakuumbeutel möglich.
Dampfbackofen: ein Gerät für zwei Aufgaben
Ein Dampfbackofen deckt beide Betriebsarten ab. Er backt und brät wie jeder gute Backofen und schaltet auf Wunsch vollen Dampf zu, beides läuft auch gleichzeitig. Brot bekommt dadurch eine feste Kruste und bleibt in der Mitte weich. Der Name allein verrät allerdings wenig. Nur ein Gerät mit hundert Prozent Dampf macht einen separaten Dampfgarer überflüssig. Ein bloßer Dampfstoß wertet lediglich das Backergebnis auf, schonendes Garen von Gemüse gelingt damit nicht. Die Bauform verlangt 60 Zentimeter Breite und liegt im Preis höher als ein einfacher Backofen, spart im Hochschrank dafür einen kompletten Geräteplatz. Bis zu 71 Liter Garraum stehen zur Verfügung. Gaggenau und Miele treiben diese Bauart bis ins Luxussegment.
Dampfschublade: schmale Ergänzung unter dem Backofen
Eine Dampfschublade beansprucht nur wenige Zentimeter Bauhöhe. Ihr Platz liegt meistens direkt unter dem Backofen, gelegentlich auch in der Kochinsel. Auftauen, Warmhalten, Aufwärmen und kleine Portionen Gemüse oder Fisch gehören zu ihrem Repertoire. Ein Menü für vier Personen sprengt den Garraum allerdings, und eine Backfunktion fehlt ihr genauso wie dem Dampfgarer. Die Dampfschublade erweitert den Backofen also nur, ohne ihn abzulösen. Genau darin liegt ihr Reiz: Sie findet Platz, wo ein zweites Vollgerät nicht mehr unterzubringen wäre. Modelle von Siemens wärmen zusätzlich das Geschirr vor dem Servieren an.
Einbau, Wasserversorgung und Pflege
Drei praktische Fragen begleiten die Planung. Die erste betrifft den Einbau: Nischenmaße und ein erreichbarer Stromanschluss müssen stimmen, und die Bedienhöhe liegt am besten auf Augenhöhe. Die zweite Frage dreht sich um das Wasser. Ein herausnehmbarer Tank mit 1,0 bis 1,3 Litern ist Standard, einzelne Geräte lassen sich fest an die Wasserleitung anschließen. Die dritte Frage gilt der Pflege: Dampfbacköfen reinigen ihren Garraum per Hydrolyse, denn die Dichtungen halten der Hitze einer Pyrolyse nicht stand. Hartes Wasser verlangt zusätzlich ein regelmäßiges Entkalkungsprogramm, sonst leidet die Dampfleistung. Ein Muldenlüfter von BORA oder eine Haube von berbel nimmt die Kochdünste am Kochfeld auf.
Das passende Gerät
Ein guter Backofen steht bereits in Ihrer Küche? Dann reicht ein Dampfgarer oder eine Dampfschublade als Ergänzung. Eine komplett neue Planung mit 60 Zentimetern Platz spricht dagegen für den Dampfbackofen, weil er zwei Geräte zusammenfasst. Schmale Grundrisse mit knappem Hochschrank profitieren von der schmalen Dampfschublade. Häufiges Backen spricht für den Dampfbackofen, tägliches Gemüse und Fisch nach dem reinen Dampfgarer. Großzügige Küchen kombinieren beides und setzen die Schublade unter den Dampfbackofen.
Dampfgeräte planen bei proplan KÜCHEN- UND RAUMDESIGN
Dampfgarer, Dampfbackofen oder Dampfschublade? Ihr Grundriss und Ihre Kochgewohnheiten entscheiden, welches Gerät am besten zu Ihnen passt. Unsere Ausstellung führt Gaggenau, Miele, Siemens, NEFF und BORA nebeneinander, sodass Sie Türen öffnen, Garräume vergleichen und die Bedienung selbst ausprobieren können. Unsere Küchen- und Wohndesigner stimmen jedes Gerät auf Ihre Küche und Ihr Budget ab, unser eigenes Fachpersonal übernimmt später Lieferung und Montage. Vereinbaren Sie jetzt Ihren persönlichen Beratungstermin, wir freuen uns auf Sie.

